Was ist bei einer ethisch-ökologischen Finanzberatung anders?

Formal gesehen läuft eine ethisch-ökologische Anlageberatung genauso ab wie eine konventionelle Beratung. Der Unterschied besteht darin, dass Sie hier nicht nur zu Kriterien wie der Rendite, der Anlagedauer oder Ihrer Risikobereitschaft befragt werden, denn Ihre persönlichen Werte stehen genauso im Mittelpunkt. Konkret geht es um Fragen, die Sie vielleicht schon länger umtreiben:

Welche Entwicklungen wollen Sie im Sinne einer lebenswerten Zukunft fördern? Was wollen Sie auf keinen Fall unterstützen? Ihr Berater/Ihre Beraterin wird Sie mit Fingerspitzengefühl durch solche Fragegestellungen begleiten. Er/sie wird Ihnen Schritt für Schritt aufzeigen, welche Geldanlagen im Einklang mit Ihren Überzeugungen stehen. Um sich schon vorher einen Überblick zu verschaffen, besuchen Sie bitte den Wissensbereich von „Geld mit Sinn“.

 

Wie kann ich mich auf die Beratung vorbereiten?

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Das Institut für Finanzdienstleistungen e.V. hat darauf folgende Antwort:


Vor dem Treffen

Bevor Sie den Berater / die Beraterin das erste Mal treffen, bereiten Sie sich vor. Gute Beratung hängt von einem klaren Bild über Ihre finanzielle Situation ab. Sammeln Sie also zunächst die Informationen, die Sie zu Hause haben. Für eine Beratung zum Ruhestand beispielsweise beginnen Sie mit einer Liste:

  • Was besitzen Sie?
  • Was schulden Sie?
  • Welche Versicherungen haben Sie und
  • wie hoch sind die Beiträge?

Während des Treffens

Ihr Berater / Ihre Beraterin wird notwendigerweise detaillierte Informationen über Sie wissen wollen, damit sie gemeinsam Ihren Bedarf und Ihre Ziele herausarbeiten können. Geben Sie ihm / ihr zutreffende Informationen, damit Sie eine Beratung erhalten, die Ihrer Situation entspricht.

Die Beratung: Output des 1. Treffens, Input für das 2. Treffen

Am Ende des Treffens wird Ihr Berater / Ihre Beraterin beginnen, zu recherchieren und Ihnen einige Empfehlungen zusammenstellen. Sie werden die Empfehlungen schriftlich erhalten, in der Regel bei einem persönlichen Treffen, bei dem der Berater / die Beraterin Ihnen die Empfehlungen erklären und die Gründe der Auswahl mit Ihnen besprechen wird.

Nach jeder Beratung sollten Sie auch eine Dokumentation des Gesprächs erhalten. Diese beinhaltet:

  1. ein Beratungsprotokoll mit den Empfehlungen und den Gründen dafür. Es ist wichtig, dies noch einmal zu überprüfen und festzustellen, wie gut die Empfehlungen Ihrem Bedarf und Ihren Zielen entsprechen. Sie sind nicht verpflichtet, das Beratungsprotokoll zu unterschreiben. Die Verbraucherzentralen raten im Allgemeinen davon ab, damit das Protokoll später nicht als Beweis gegen Sie verwandt werden kann.
  2. Produktangaben für jedes empfohlene Produkt. Verlangen Sie Informationen, die für Sie verständlich sind.

Denken Sie daran, dass die vermittelten Finanzprodukte eine sehr lange Laufzeit haben können. Wenn Ihre Erinnerung an die Beratung über die Jahre schwindet, bleiben Ihnen nur diese Dokumente. Sie sind ein wichtiger Überblick über die Beratung, die Sie erhalten haben, und über die Gründe für Ihre Entscheidungen. Sie sollten also Ihre jetzige Situation so genau wie möglich festhalten. Deshalb erwerben Sie Produkte erst, nachdem Sie diese Dokumente gelesen haben, verstanden haben und mit ihnen vollkommen zufrieden sind.

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