Hier veröffentlichen wir Berichte von ausgewählten Veranstaltungen von und mit "Geld mit Sinn." 

 

Webtalk-Serie

München, 18. Januar 2016 

Seit Herbst 2015 veranstaltet "Geld mit Sinn" im Internet die Webtalk-Serie "Mein faires Finanzleben". Zu den Gästen dieser Talks zählen Menschen, die mit ihren Finanzentscheidungen Sinnvolles bewegen: Sparer und Sparerinnen wie Sie, Experten für ethisch-ökologische Investments und bekannte Persönlichkeiten, die sich für ein ethisch-ökologisches Bewusstsein in Geldfragen einsetzen. 

Die ersten Videos der "Geld mit Sinn" Webtalk-Reihe finden Sie hier: 

Geld mit Sinn: Warum wir jetzt den Wandel brauchen": Ralf Petit im Gespräch mit Birte Pampel, Vorsitzende und Mitgründerin von "Geld mit Sinn" (Intro zur Webtalk-Reihe) - Zum Video 

Gutes Geld: Was Du schon immer fragen wolltest: Sibel Yildirim, Berufseinsteigerin, im Gespräch mit dem nachhaltigen Anlageberater Anjo Scheel - Zum Video

Eine Immobilie kaufen: Geht das auch nachhaltig? Birte Pampel im Gespräch mit Bernhard Heinlein, Mitglied im Vorstand der Münchener Hypothekenbank - Zum Video

 

Auch im neuen Jahr veranstaltet "Geld mit Sinn" drei weitere Webtalks zu den Themen:

Was können nachhaltige Geldanlagen bewirken?

Divestment: was bringt der Rückzug aus den fossilen Energien und welchen Hebel haben Sparer und Sparerinnen? 

Die 5 gefährlichsten Finanzprodukte

 Eine Übersicht zu allen Terminen finden Sie hier:

Anmeldung und Termine

 

Die Webtalk-Serie "Mein faires Finanzleben" konnten wir dank einer Spende der Münchener Hypothekenbank finanzieren. Produziert wird sie mit Hilfe von Mitgliedern unseres Vereins, die sich als Moderatoren engagieren und Themen sowie Gäste vorschlagen. 

 

 

Jahresauftakt von "Geld mit Sinn"

München, 25. Februar 2015 

Ein Bericht von Veronika Sepp, Mitglied seit Januar 2015 

Auftaktveranstaltung von „Geld mit Sinn“ – ich freue mich schon: angeregte Gespräche mit interessanten Leuten, die das gleiche Thema bewegt, und dazu gutes vegetarisches Essen – was will man mehr! 

Birte Pampel begrüßt uns herzlich im kleinen, aber feinen Lokal Vegelangelo, und erntete erst mal Applaus dafür, dass der Verein nun als gemeinnützig anerkannt wurde. Nach der Vorspeise, einer hervorragenden Kräutersuppe mit Pinienkernen, erwartet uns die Vorstellung zweier Projekte: Energiewende Starnberg und "Mama Afrika" Haus (vorgestellt von BeNE Geschäftsführer Thomas Schwab, der sich als Deutschlandbotschafter des Projekts beim Förderverein Our Children, Our World e.V. engagiert). Selbst in diesem Kreis sind Windräder nicht unumstritten. Interessant wird es also, wie die Energiewende auf gesamtdeutscher Ebene bei so viel Gegenwind gelingen soll. Auch beim nächsten Projekt zur Errichtung von sauberen, stabilen Häusern in Uganda, für das zu Spenden aufgerufen wird, gibt es Bedenkenträger. Trotz allem: Viel Erfolg! 

Nach dem Hauptgang wird das dritte Projekt vorgestellt: FASE, eine Finanzierungsagentur für soziales Unternehmertum. Auch hier kann man sinnvoll investieren, z.B. in Bücherkisten, die an Schulen ausgeteilt werden. Darauf folgt die Nachspeise, ein exzellenter Kuchen an Mangocreme – hm! Birte Pampel und Nicole Rupp stellen noch die in diesem Jahr geplanten Projekte von Geld mit Sinn vor: Ein Filmabend, Webtalks und/oder Webinare.

Wer hat noch Ideen, Vorschläge, will sich einbringen? 

Gerne, bei mir ist der Anfang zumindest mit einer kurzen Zusammenfassung des Abends gemacht ;-)

 

Wissen am Morgen mit der Mikrofinanz-Exertin Mariam Dao Gabala

Mariam Dao Gabala zu Gast bei "Geld mit Sinn"
Rechts: Mariam Dao Gabala, Oikocredit Westafrika

Selten haben wir eine so intensive Fragerunde erlebt wie beim Besuch von Mariam Dao Gabala am 9. Oktober 2014. Die Entwicklungsökonomin aus Abidjan an der Elfenbeinküste ist seit 20 Jahren Westafrika-Repräsentantin für die internationale Genossenschaft Oikocredit und in dieser Rolle verantwortlich für die Vergabe von Finanzierungen in einem Markt mit 16 Ländern. Eine Tätigkeit, die selbst in kriegszerrütteten Gebieten das Wachstum vieler erfolgreicher Unternehmen ermöglicht hat. Vielfach handelt es sich dabei um Zusammenschlüsse von Kleinstunternehmerinnen, die von der Landwirtschaft oder dem Handel leben. 

Westafrika ist eine riesige Region, die von ihrer Fläche her Länder wie China und die USA problemlos aufnehmen könnte. Volkswirtschaftlich besteht ein starkes Missverhältnis zwischen den immensen Ressourcen Westafrikas und der übergroßen Armut der Bevölkerung. So produzieren Länder wie die Elfenbeinküste und Ghana allein 60% der weltweiten Kakaoernte, aber nur ein Bruchteil des Wohlstands kommt bei den Kakao produzierenden Kleinbauern an. "Poverty does not mean these people don't work hard enough, it means their work is not valued," sagte Mariam Dao Gabala. Heute werden 5,5% der Kakaoernte von Ghana über die Genossenschaft Kuapa Kokoo verkauft, die von Oikocredit finanziert und von ihr auch bei der Vermarktung beraten wird. Viele Kakaobauern gelangten durch ihre Mitgliedschaft zu einem fairen Auskommen und verlässlichen Handelspartnern.

Im Gespräch mit Mariam Dao Gabala erhielten wir viele lebendige und präzise Eindrücke davon, wie eine faire wirtschaftliche Entwicklung mit Hilfe von Krediten gelingen kann. "Kredite, auch Mikrokredite an Kleinunternehmerinnen, sind kein Allheilmittel", sagt die fünffache Mutter, aber in Verbindung mit der richtigen Beratung könnten sie in vielen Gemeinden für spürbaren Wohlstand und Sicherheit sorgten. Wir meinen: Hut ab vor so viel positiver Wirkung. Und vor dem Engagement der Anleger und Anlegerinnen von Oikocredit, die tausende von kleinen Wirtschaftswundern möglich machen.  



Dritter Geburtstag und Salon von Geld mit Sinn

 

Am 11. Juni 2013 jährte sich zum dritten Mal die Gründung unserer Initiative, ein Anlass, der perfekt zu unserem "Sommer-Salon" passte. Dreißig neugierige Gäste machten sich an diesem Abend auf dem Weg ins HUB München, um mit uns über Geld und Sinn zu philosophieren, Meilensteine zu feiern und ein brandneues Projekt aus der Taufe zu heben. 


Es war wieder rein reger, belebender und gehaltvoller Abend:  

  • mit reichlich gesammelten Impulsen zu Geld, Macht und Sinn
  • einem Rückblick zu all den Meilensteinen, die wir die letzten 3 Jahre erreicht haben
  • Neuem aus unserer Projektküche „Finanzielle Bildung für junge Menschen“ und dem geplanten Schreibwettbewerb...
  • verbunden mit der Einladung an alle, an der aktiven weiteren Gestaltung und den nächsten Meilensteinen mitzuwirken 

Für alle, die uns bisher immer tatkräftig unterstützt haben an dieser Stelle mal wieder: Zeit für ein Zwischen-Danke! Jede Unterstützung, Idee, Kontakte, so wie aktive Mitarbeit in den Arbeitskreisen ist uns sehr willkommen. 
Gemeinsam macht eben doch alles mehr Spaß, mehr Sinn und bringt noch mehr Erfolg! 

Ein großes Extra-Danke geht an unserer treuen Förderer, die auch diesen Abend mit unterstützt haben:

  • die GLS-Bank vertreten durch Carsten Schmitz, www.gls.de
  • UDI – mit Grüßen nach Nürnberg an Georg Hetz und Anette Rehm, www.udi.de
  • Karin Günther von Oikocredit,   www.oikocredit-bayern.de
    ...allesamt Unternehmen, die wir stets gerne und von Herzen empfehlen. 

Begeistert sind wir auch von unserem Bio-Caterer BARESO, der sich einiges zu unserer Gaumenfreude hat einfallen lassen von „Aktienpaketen in Green-Washing“ über „Genussscheine mit pikanter Zinsfüllung“, „Grüne Fonds in Barausschüttung“ bis zum Goldbarren für das Hüftgold als Geburtstagskuchen.

Vielen Dank: 
last-but-not-least bedanken wir uns beim Team vom HUB!  

 

Das Anlegerforum von Geld mit Sinn in Berlin am 25. Februar 2013

Sinnvoll investieren - vom Prenzlauer Berg bis nach Uganda 

Feine Nahrung für Kopf und Sinne bot das Anlegerforum von ´Geld mit Sinn!`, zu dem die Initiative am 25. Februar 2013 in der Deutschen Kinemathek in Berlin einlud. Unter dem Motto „Sinn in der Krise: Mit nachhaltigen Renditen in die Zukunft“ fanden 50 Anleger und Anlegerinnen zusammen, um sich ethisch-ökologische Finanzbildung aus erster Hand zu holen. Am Eingang empfing sie ein duftendes Buffet von asiatischen Reisgerichten von Risolier Stefan Fak, dem Gründer des Gourmet-Reisspezialisten LOTAO (frei übersetzt mit „Das Gold des Volkes“). Um 19:00 Uhr übernahmen Geld-mit-Sinn-Gründerin Birte Pampel und Stellvertreterin Nicole Rupp (Gründerin von Geldbeziehung.de) die Regie. „Sinnvolles Investieren basiert auf zwei einfachen Fragen: Was möchten Sie mit Ihrem Ersparten fördern...und was möchten Sie nicht finanzieren?“ leitete Birte Pampel ihren Vortrag ein. Nach einer praktischen Übung in der „finanziellen Sinnfindung“ stellte sie die Referenten und Referentinnen des Abends vor, darunter Werner Landwehr von der GLS Bank Berlin, Sylke Schröder von der EthikBank, Matthias Lehnert von Oikocredit und Fabian Tacke von der KlimaGut Immobilien AG. Mit ihrem Beispiel und ihren Impulsen führten sie eindrücklich vor Augen, wie kraftvoll wir als Anleger und Anlegerinnen die Lebenswelt anderer Menschen positiv beeinflussen können, von der sozial behutsamen Stadtteilerneuerung in Berlin bis zur Förderung von Kleinstunternehmerinnen in Uganda. 

Nach der Interview-Runde wechselten die fünf Führungskräfte an die Tische der Anleger. Für ein stimmungsvolles Zwischenspiel sorgte ein Improvisationsakt von Ex-Banker und Kommunikationsprofi Martin Cisielski. Mit der Frage „Woran denken Sie bei Geld?“ provozierte er das Publikum dazu, das Geldthema von negativen Assoziationen zu befreien und spielerisch neu zu entdecken. An den Tischen entstanden sehr lebhafte und vertrauensvolle Gespräche, die von praktischen Fragen – Welche Ausschlusskriterien verwendet Ihre Bank? – bis zu einer spontanen Verkostung von Fairtrade-Schokolade (finanziert von Oikocredit-Anlegern) führten. 


Veranstalter wie Gäste bedauerten sehr, dass Georg Hetz, der Geschäftsführer von UDI, aufgrund des starken Schneeaufkommens nicht als Referent teilnehmen konnte. Der Überzeugungstäter und Öko-Pionier hat bis heute mehr als 12.000 Anleger und Anlegerinnen dazu motiviert, in die Produktion von Öko-Strom zu investieren, einer Strommenge, die dem Bedarf von 2 Millionen Haushalten entspricht. Eine glanzvolle Leistung! Alle Referenten erhielten von Nicole Rupp eine Ausgabe ihres Buchs „Wer spart, verliert: Glück und Geld ins Leben holen“ als Dankeschön. 

 

Geld mit Saft und Kraft! am 20. Oktober 2012

Kulinarischer Investmentabend im Rahmen des Münchner Klimaherbsts 

An dem mit verführerischen Veranstaltungen reich „gespickten“ Samstagabend des 20. Oktober 2012 (zeitgleich Lange Nacht der Museen!) hatten 30 interessierte Gäste Appetit auf unser Event „Geld mit Saft und Kraft!“ – „Geldanlagen und Ernährung“ im Rahmen des 6. Münchner Klimaherbst. Dazu hatten wir für sie im „Kuhstall-Gewölbe“ des „Grünen Markt“, einem Biomarkt im stilvoll sanierten Moorhof in München-Perlach, ein Podium bereitet und den Tisch gedeckt.
Alle kamen mit dem Wissen, wie Geld der Welt heute schmeckt! Geldströme und Geldanlagen gestalten heute wesentlich unsere Lebensbereiche, maßgeblich auch die Ernährung der Menschen weltweit.

Nahrungsmittelüberproduktion und Spekulationen nähren den Hunger, treiben die Preise und führen zu menschen-, tier- und umweltverachtenden Anbau- und Herstellungsmethoden. Doch Geld kann Zukunft auch schmackhaft gestalten. Und diesem bewusst gewählten Handeln war unser Abend gewidmet: Geld anlegen und Einkaufen, das Geld- und Lebensmittelmärkte bewegen und verändern kann. Der bewusste „Einkauf“ in eine Geldanlage und von Lebensmitteln, der für uns Menschen und die Umwelt nachhaltige und vorsorgende Impulse setzt, die die Ernährung und eine lebenswerte Zukunft sowohl hier vor unserer Haustüre wie auch weltweit für alle vorbereiten und sicherstellen. Denn: Es ist unser tägliches „Handeln“, das gestaltet und verändert und den Tisch für alle deckt!

Für diesen Wandel braucht es Menschen, die die Welt nicht nur neu denken. Es braucht Menschen, die diese Welt auch neu fühlen, um neu zu handeln. Dazu hatten wir für das Gespräch auf dem Podium und mit dem Publikum eingeladen: 

- Marita Matschke von Oikocredit, eine globale Genossenschaft, die seit 35 Jahren weltweit in Menschen investiert
- Johannes Freiherr von Perger, Inhaber der Perger Kelterei und Vorsitzender der Perger Genossenschaft
- Konrad Holzner, Geschäftsführer des „Grünen Markt“ und Herausgeber von Genussscheinen
- Heidi Schiller, Mit-Initiatorin des Vereins i.G. „Zwischengrün“ - „Grün für zwischendurch“ auf Freiflächen der Stadt München für Bürgerinnen und Bürger
-Birte Pampel, Vorsitzende des Vereins „GELD mit Sinn!“

Nach den nährenden und anregenden Wort-Impulsen dieser Vordenker und Wegbereiter wurde auch Schmackhaftes für den Magen und die Ohren verkostet und serviert: Kürbiscremesuppe, frische Salate und Vin Primeur vom „Grünen Markt“, Holzofenbrot von der Holzofenbäckerei Martin Schmitt, Schokoladen von gepa, Säfte von der Kelterei Perger, Mineralwasser von St. Leonhardsquelle. Die Saxophonistin Vera Kloß begleitete musikalisch - auch themenorientiert - durch den Abend.

Weitere würzende „Zutaten“ für den Abend trugen bei: Oikocredit, Perger Genossenschaft, Green City Energy AG und die Agentur bioculture.

Bei allen Akteuren und Mitwirkenden bedanken wir uns herzlichst für die gegebene Unterstützung in jeder Form, die das schmackhafte Gelingen des Abends möglich gemacht hat. Erst nach 22:30 Uhr machten sich die letzten Gäste angeregt und wohlgenährt auf den Heimweg.

- Isabella Maria Weiss, Idee und Moderation

 

Mehr Sinn statt mehr Zins!

Gastbeitrag von Heidi Schiller, Bündnis 90/Die Grünen, München 

Diskussionsabend zu nachhaltigen Geldanlagen im Münchner Westen 

Freitagabend, strömender Regen und gefühlte acht Grad Außentemperatur – wer hier rausgeht, muss schon etwas Besonderes vorhaben. Richtig: Etwa 20 Interessierte folgten am 12. Oktober 2012 der Einladung zweier Ortsvereine der Grünen im Münchener Westen zum Diskussionsabend über nachhaltige Geldanlagen. Geld verdienen mit Erneuerbaren Energien – in der aktuellen Diskussion um die Strompreiserhöhung gelten die Erneuerbaren eher als Kostentreiber denn als Renditebringer. Zumindest für Otto- und Anna-NormalverbraucherIn. Uns Grünen ist natürlich klar, dass hier nicht sachlich diskutiert wird, sondern die „teuren Erneuerbaren“ von der Regierungskoalition zum Sündenbock für deren verfehlte Energiepolitik gemacht werden. Wir luden deshalb eine – parteipolitisch neutrale - Fachfrau als Referentin zu diesem vielschichtigen Thema ein.

Birte Pampel, Gründerin und Vorsitzende des Vereins „Geld mit Sinn e.V.“, zog mit ihren fachlich fundierten Informationen rund um sinnvolle Geldanlagen das Publikum in ihren Bann. Bereits nach wenigen Minuten begann ein reger Dialog zwischen der Referentin und ihren ZuhörerInnen. Woran erkennt man nachhaltige Geldanlagen? Muss es immer ein Fonds sein? Welche direkten Beteiligungen sind auf dem Markt? Und wie kann ich hier in Erneuerbare Energien investieren? Gerade die Antwort auf die letzte Frage verblüffte dann doch einigermaßen: Für private Anleger gibt es kaum mehr Angebote für direkte Beteiligungen; die meisten werden von Großinvestoren „weggekauft“.

Neben den wenigen verbleibenden Beteiligungen an Kraftwerksparks seien am Ehesten noch Anteile an Energiegenossenschaften zu empfehlen – und zu haben. Das war natürlich Musik in den Ohren der Grünen im Publikum: Regionale und dezentrale Energieversorgung voranzutreiben, ist in die Praxis umgesetzte grüne Politik!