Anjo Scheel

Beratungsschwerpunkte:
Kapitalanlagen, Vermögensaufbau, Altersversorgung, soweit möglich als Honorarvermittlung

Fachliche Qualifikation:
Versicherungsfachwirt (IHK)
Zertifizierter Berater „Deutsche FinanzNorm“
Zertifizierter „Experte betriebliche Altersversorgung“ (Deutsche Maklerakademie)

Zulassungen als Finanzberater, Versicherungsmakler, Immobilienmakler, Finanzierungsvermittler, Bausparvermittler (§34 c, §34d, §34 f, 1 Abs.1, 2, 3), Honorarimmobiliardarlehensvermittler (§34i

Nachhaltige Zusatzausbildung: seit 2003 Erfahrung in der Beratung zu nachhaltigen Investments 

Finanzberater(in) seit: 1997

Mitgliedschaft bei:
Geld mit Sinn e.V.

Bürositz:
Unterer Graben 34, 85049 Ingolstadt

Beratung erfolgt nach Vereinbarung:

Persönlich zu den Bürozeiten Mo-Fr zwischen 9 und 19 Uhr
Online nach Vereinbarung

Weitere Informationen vom Berater:

Team von qualifizierten Mitarbeitern (Fachberaterin für Finanzdienstleistungen, Steuerfachangestellte, Expertin „Öffentlicher Dienst“, Industriekaufmann, Kauffrau für Bürokommunikation)

WEBSITE UND KONTAKT:

www.svk-finanz.de

Anjo Scheel im Gespräch

Was verstehen Sie persönlich unter Nachhaltigkeit?

Ändern der Tuns durch Einsicht, so wie es Hans Carl von Carlowitz bereits vor 400 Jahren beschrieb. »Sylvicultura oeconomica, oder haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur wilden Baum-Zucht«, so nannte Carl von Carlowitz seine Veröffentlichung. Er kritisierte die kurzfristige Ausrichtung der Wirtschaft. Er beschrieb die Grenzen des Wachstums und rechnete vor, dass Beschränkung und Freiheit zusammengehörten.

Warum sind Sie Berater für nachhaltige Geldanlagen geworden?

Als früherer Mitarbeiter im „Münchener Rück“-Konzern war „Nachhaltigkeit“ für uns schon ein Thema, bevor es in der Wirtschaft einen breiten Raum einnahm. Wir setzten uns regelmäßig mit den Umweltschäden und den Auswirkungen auf die Menschen und die Wirtschaft weltweit auseinander. Das hat mich geprägt. Daher beginnt bei mir jedes Gespräch mit einem Kunden mit „Ich freue mich, wenn Ihnen der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig ist.“

Wie werden Produktanbieter von Ihnen ausgewählt?

Zunächst müssen wir zwischen Investmentfonds, Beteiligungen und Altersvorsorgeprodukten unterscheiden. Bei Investmentfonds schauen wir uns die Ausschlusskriterien des Anbieters genau an (Kinderarbeit, Waffen, Atomkraft, etc.), da eine Fondsname wenig über den wahren Inhalt aussagt. Bei Beteiligungen beschränken wir uns auf regenerative Energien und Sozial-Immobilien. Hier haben wir zudem ein externes Institut mit einer Produktprüfung beauftragt um sicherzustellen, dass das Konzept auch tatsächlich aufgeht. Bei der Altersvorsorge ist das Angebot überschaubar und je nach Produktart leider auch gesetzlich reglementiert. Hier suchen wir das „Nachhaltigste“, sinnvolle Produkt für den Kunden

Wann haben Sie das Gefühl, dass eine Beratung gut gelaufen ist?

Wir geben unseren Kunden immer mindesten 14 Tage Bedenkzeit bevor sie einen Vertrag abschließen können. Darauf weisen wir vorher hin. So ist genügend Zeit sich die Sache zu überlegen und Fragen zu stellen. Wenn der Kunde dann den Vertrag abschließt, haben wir offenbar seine Erwartungen an uns erfüllt.

Was bedeutet Geld für Sie?

Geld ist ein Mittel zum Zweck.

Wieso sind Sie Finanzberater geworden?

Seit 1995 bin ich in der Finanzbranche tätig, davon viele Jahre im Vertrieb u.a. von der Münchener Rück und dem Allianz-Konzern im Bereich der Kapitalanlagen. 1997 gründete ich nebenberuflich mein Unternehmen um Erfahrungen zu sammeln. Mit Ausbruch der Finanzkrise 2008 beschloss ich, nur noch als unabhängiger Versicherungsmakler und Finanzberater zu arbeiten. Ich sah die Chance, mit einer objektiven und fairen Beratung den Banken und Versicherungsvertretern Paroli bieten zu können. Durch die Finanzkrise haben viele Menschen das Vertrauen in diese Institutionen verloren und wünschen sich eine objektive und transparente Beratung – keinen Produktverkauf.

Warum ist eine nachhaltige Geldanlage ihrer Meinung nach sinnvoll?

Die Veränderungen in der Natur und der Umwelt haben eine dramatische Geschwindigkeit angenommen. Auch als Familienvater habe ich das Bedürfnis etwas zu tun. Daher engagiere ich mich insbesondere im Bereich der Finanzbildung an Schulen, halte VHS-Kurse und biete regelmäßig Informationsabende an. Das Geld, das „Auf der Bank liegt“, wird nach dem Willen der Institute eingesetzt, ohne Einfluss des Anlegers. Da im Grunde kein Anleger Geld mit Kinderarbeit, Kriegswaffen, Prostitution o.ä. verdienen möchte, müssen die Dinge angesprochen werden. Mit dem zielgerichteten Anlegen und der Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten entsteht bewusstes Handeln.

Warum ist der Markt ihrer Meinung nach noch in der Nische und wie kann man das ändern?

Das ganze Thema „Finanzen“ ist eine Nische! Anders ist es nicht zu erklären, dass solche Unsummen in ertragsschwachen und sinnlosen Anlageformen „investiert“ sind. Es fehlt die generelle Bereitschaft sich mit Finanz- und Versicherungsthemen auseinanderzusetzen. Dabei macht das Spaß und ist sehr interessant! Wir helfen unseren Kunden dabei die Scheu zu verlieren und ein natürliches Interesse an der Sache zu entwickeln. Das funktioniert nur auf Augenhöhe mit den Kunden, nicht mit „Herrschaftswissen“.

Interview: Geld mit Sinn e.V. 

 

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